Wenn man sich kennt, ist man sich nicht mehr fremd

Gundelfingen hat bereits Flüchtlinge aufgenommen und wird im laufenden Jahr noch weitere Flüchtlinge aufnehmen.

Hier wird es sich sowohl um Menschen in Gemeinschaftsunterbringungen,als auch um Personen handeln , die aus solchen kommen und in Anschlussunterkünften wohnen werden. Der Hauptunterschied zwischen diesen beiden Gruppen ist ,dass die Menschen in den Gemeinschaftsunterkünften nur einige Monate in Gundelfingen sind.Die Personen in Anschlussunterbringung werden größtenteils hier bleiben.

Außer Frage steht , dass der Zuzug dieser Flüchtlinge uns alle angeht!

Gut beraten wären wir als Bürger sowie als Gemeinde,wenn wir uns auf diese Herausforderung einlassen und entsprechend vorbereiten würden.
Im Zusammenwirken von Bürgern , Verwaltung und externen Fachleuten,kann uns dies gelingen.
Voraussetzung für dieses Gelingen sind der persönliche und politische Wille, gepaart mit Respekt vor dem Menschen an sich.

„Wenn man sich kennt , ist man sich nicht mehr fremd „.

Einige von uns Gundelfingern/innen haben dies im persönlichen Kontakt mit Flüchtlingen in Anschlussunterkunft bereits erfahren , und durften feststellen ,dass nicht nur die Fremdheit weicht, sondern sich auch ein Gefühl der menschlichen Bereicherung einstellt.Auch hier ist es , wie überall im Leben , ein Geben und Nehmen. Dies soll nicht darüber hinwegtäuschen , dass natürlich der ein oder andere Reibungspunkt auftritt.Jedoch dürfen wir nicht vergessen , dass dies überall wo Menschen miteinander zu tun haben der Fall ist ,also kein Flüchtlingsspezifikum darstellt.

In vielerlei Hinsicht zeigt sich Gundelfingen weltoffen und tolerant : Es finden Schüleraustausche statt, Städtepartnerschaften werden gepflegt und , wie kürzlich zu lesen war, werden am angekündigten Crosslauf 18 Nationalitäten teilnehmen.

Der Sport bietet in besonderer Weise die Möglichkeit zur Teilhabe an sozialem Leben ,weil man durchaus exzellent Fußball spielen kann ,ohne die Sprache perfekt zu beherrschen. Möglicherweise schlummert z.B. in der Gruppe der jungen , gambischen Männer, die seit Oktober in Gundelfingen leben, das ein oder andere sportliche Talent ?

Ähnliches trifft auf den komplizierten Aspekt des beruflichen Sektors zu : Die Menschen sind hier , sie wollen lernen , sie wollen arbeiten. Sie sind dabei , unsere Sprache zu erlernen , die Basis für eine berufliche Zukunft , für einen Neuanfang in unserem Land.

Wir sind überzeugt davon , dass es uns Gundelfingern/innen gelingen wird , die nötige Unterstützung für einen erfolgreichen Neuanfang zu leisten.

Hierzu brauchen wir das Zutun , die Mithilfe aller : der Bürger /innen Gundelfingens ,der Vereine und Institutionen, des Gewerbes und der Firmen , aller Kirchen und – last but not least – des Bürgermeisters mit seiner Verwaltung.

Als Ansporn hier ein Zitat einiger Gambier aus Gundelfingen :
“ Gundelfingen ist gut. Viele Menschen grüßen uns auf der Straße und im Laden. Viele Menschen lächeln uns an. Viele Menschen helfen uns sehr. Sie sind freundlich hier mit uns.“

In diesem Sinne

Für die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Evi Tondre / Beate Fischer-Wackes

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