Aus dem Gemeinderat

Verkehrsberuhigung in der Ortsmitte: ein Schritt hin zum Shared Space

Sonneplatz leer

Wie in ver­schie­de­nen Medi­en berich­tet, wur­de im Bau­aus­schuss inten­siv über die Fra­ge „Tem­po 20 oder Zebra­strei­fen“ für die Orts­mit­te Gun­del­fin­gen – Höhe Son­ne­platz – dis­ku­tiert und letzt­lich ein­stim­mig ent­schie­den, dass die Gemein­de Tem­po 20 (statt wie bis­her Tem­po 30) bean­tra­gen soll. Ein Zebra­strei­fen wäre aus unse­rer Sicht eben­falls ein Gewinn, um die Über­que­rung der Alten Bun­des­stra­ße zwi­schen Rewe und Son­ne­platz zu erleich­tern, die prak­ti­sche Umset­zung weist aber finan­zi­ell und geneh­mi­gungs­tech­nisch der­art vie­le Hür­den auf, dass sie unrea­lis­tisch ist.

Bringt Tem­po 20 in der Orts­mit­te etwas? Für uns ist das ein Schritt hin zu mehr Ver­kehrs­be­ru­hi­gung mit dem Ide­al eines „Shared Space“ für Fuß­gän­ger, Rad­ver­kehr, Bus und Auto­ver­kehr. Also eine Stra­ße, die für alle da ist, und bei der alle ver­stärkt auf ande­re Ver­kehrs­teil­neh­mer ach­ten. Eine Anfahrt mit dem Auto zu Geschäf­ten bleibt wei­ter mög­lich, für den Durch­gangs­ver­kehr wird die Alte Bun­des­stra­ße weni­ger attrak­tiv. So steigt dann die Auf­ent­halts­qua­li­tät in der Ortsmitte.

Ande­re Gemein­den wie Kirch­zar­ten oder Denz­lin­gen haben in ver­gleich­ba­ren Lagen (tem­po­rär) Fuß­gän­ger­zo­nen geschaf­fen. Dafür sehen wir in Gun­del­fin­gen aktu­ell kei­ne Mehr­heit, wol­len die­se Idee aber den­noch zur Dis­kus­si­on stellen.

Dr. Gor­don Wolnik