Bericht von der Jahreshauptversammlung 2019

Neubeginn, Verabschiedungen und Positionsbestimmungen

Die Jahreshauptversammlung von Bündnis 90/ DIE GRÜNEN im OV Gundelfingen, Wildtal und Glottertal am 7. Oktober stand unter dem Zeichen der Neuwahl des Vorstands, diverser  Verabschiedungen und einem programmatischen Gespräch zur Klimaoffensive der Landesregierung und zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“.

Vorstandsmitglied Antonella Serio  stellte zuerst den Tätigkeitsbericht 2018 bis 2019 vor.
Neben den öffentlichkeitswirksamen Themenabenden (z.B. „ 5 Jahre nach dem Leitbildprozess – was bleibt zu tun?“ im November 2018 ) wurde vor allem die halbjährige programmatische Vorbereitung auf die Kommunal-, Kreistags- und Europawahlen erwähnt, verbunden mit der Aufstellung der Kommunalwahlliste aus paritätisch 11 weiblichen und 11 männlichen Kandidaten, aus 11 Parteimitgliedern und 11 unabhängigen Bürgerinnen und Bürgern. Den Zuwachs der Sitze im Gemeinderat ( plus 1) , im Kreistag ( plus 2 ) und das Europawahlergebnis mit den Grünen als stärkster Partei in Gundelfingen mit fast 33 % der Stimmen konnten die anwesenden 15 Mitglieder, ein Drittel der 43 Mitglieder der GRÜNEN im OV, mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen. Laut Vorstandsmitglied Anselm Hirt kamen in den letzten Monaten 8 Neumitglieder zum OV dazu, diese erfreuliche Entwicklung wurde mit Applaus bedacht.

Nach dem Kassenbericht durch Kassiererin Gudrun Wöbbeking und dem Bericht der Kassenprüfer wurden Kassiererin und Gesamtvorstand ohne Gegenstimme entlastet.

GR Dr. Matthias Schmidt-Eule leitete die Neuwahl des Vorstands, der sich als Team vorstellte und en bloc gewählt wurde:
Mit Antonella Serio ( wie bisher) und G. Wöbbeking ( Kasse wie bisher) wurden Gerhard Sommer, Dr. Daniel Mader und Thomas Klumpp neu in den Vorstand gewählt. Mit dieser Verjüngung und dem Anspruch auf Team- Arbeit sehen „ die GRÜNEN in Gundelfingen optimistisch in die Zukunft“ , so der scheidende Vorstand Anselm Hirt.
Zu Kassenprüfern für 2020 wurden Ulrike Senf und Bernd Kristinus gewählt.

Mit einem Geschenkgutschein verabschiedet wurden aus dem alten Vorstand Dr. Werner Platzer (wegen Wegzugs), Dr. Matthias Schmidt Eule (wegen dessen Wahl als Gemeinderat) und Anselm Hirt, der nach über 20 Jahren  für sein Wirken im Gundelfinger GRÜNEN Vorstand von Gerlinde Westermayer geehrt wurde .
Ebenfalls ein Geschenk als Dankeschön erhielten die „Alt“-Gemeinderäte Peter Schöllhorn und Silke Eisfeld. Letztere stellte sich als wiedergewählte Kreisrätin vor, die ihr Wirken in den  Ausschüssen Struktur und Finanzen, Jugendhilfe,  Region Freiburg und im Ausschuss für grenzüberschreitende Zusammenarbeit  ( „Zukunftsprozess Fessenheim“ ) fortsetzt.

Gisela Gabriel wurde für 30 Jahre Tätigkeit im GR geehrt: Die Anwesenden waren sich einig, dass die AltGR’in im Rat  zwar auch “einen Sitz innehatte“, aber im Ort bestens vernetzt „immer auf Achse war“, wenn es darum ging, Ortsentwicklung, Mobilität und Ökologie zusammen zu denken, so vor Jahrzehnten im Kampf um die Freihaltung der Streuobstwiesen am Litzfürst, und als Unterstützerin der Bürgerinitiative zum Sonne-Areal in  Wildtal.

Die amtierenden Gemeinderäte berichteten aus den Ausschüssen: Dr. Inken Gabriel und Holger Beha für den Sozial- und Kulturausschuss, Evi Tondre und Dr. Beate Fischer-Wackes aus dem Bau- und Umweltausschuss sowie Dr. Gordon Wolnik und Dr. Matthias Schmidt-Eule aus dem Finanzausschuss. Einhellig wurde die kooperative und sachliche Stimmung im Rat gelobt; wurden früher Anträge auch mal abgelehnt, weil sie von der „falschen Fraktion“ gestellt worden waren, wie etwa der GRÜNEN-Vorstoß, weniger Pestizide auf Gemeindeböden auszubringen, stehe nun  das Bemühen um Sacharbeit im Vordergrund und der entsprechenden Antrag der SPD habe nun Chancen im Rat. Die neue 6-köpfige grüne Fraktion geht nach eigenen Angaben mit Freude und Engagement ihre Aufgaben an, das sind z.B. das Projekt „Kinderhaus für Gundelfingen“, das Projekt „Mehrgenerationen Wohnen in der Bundesstraße 10“  oder die Initiative zu einem weitgehend verpackungsarmen Lebensmittelmarkt in der Ortsmitte.

Die TeilnehmerInnen  von der Landesdelegiertenkonferenz in Sindelfingen, 40 Jahre nach Gründung der Partei am selben Ort, Gerlinde Westermayer und Silke Eisfeld, zeigten sich von einem kämpferischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann beeindruckt, der der Klimakrise mit einer Klimaoffensive des Landes begegnen will. Dem Leitantrag der Landespartei: „ Klima schützen, Wohlstand sichern – Baden Württembergs grüner Weg ins klimaneutrale und fossilfreie Zeitalter“ haben die 3 Gundelfinger Delegierten  ( von 220 Delegierten eine beachtliche Präsenz) zugestimmt.

Kontrovers war in Gundelfingen wie in Sindelfingen die Aussprache zur Initiative zum Artenschutz Volksbegehren.

Die GRÜNEN begrüßen die Ziele des  Volksbegehren als einen wichtigen Beitrag für mehr Artenschutz. Der Parteitagsbeschluss erklärt, warum wir beim Pestizideinsatz Nachbesserungsbedarf sehen. Die Landwirte und die Umweltschützer  müssen an einem Tisch die gemeinsamen Interessen bündeln. „Wir wollen deshalb mit den Initiator*innen des Volksbegehrens in einen Dialog treten, wie das vom Volksbegehren vorgesehene Pestizidverbot praxistauglicher gestaltet werden kann“, so die Position der GRÜNEN im Land und auch in Gundelfingen.

Eigenbericht von Anselm Hirt /WJP

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