Mitgliederversammlung und Vorstandswahl

Bei der Jah­res­haupt­ver­samm­lung des Orts­ver­ban­des am 16. Juli 2015 wur­de neu gewählt. Neben dem Tätig­keits­be­richt des Vor­stan­des wur­den auch High­lights aus dem Land­tag von MdL Rein­hold Pix und aus der Arbeit in Kreis­tag und Gemein­de­rat prä­sen­tiert.  Von der erfolg­rei­chen Kom­mu­nal­wahl im Mai 2014 bis zur Wahl­vor­be­rei­tung zur Land­tags­wahl am 13. März 2016 reich­ten die The­men. Mode­ra­tor Mat­thi­as Schmidt-Eule konn­te  eine Rei­he inter­es­sier­ter Bür­ger, Mit­glie­der und grü­ne Gemein­de- und Kreis­rä­te sowie den zustän­di­gen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Rein­hold Pix begrüßen.
Der von Anselm Hirt vor­ge­tra­ge­ne Tätig­keits­be­richt des Vor­stands umfass­te öffent­li­che Ver­an­stal­tun­gen im Umfeld der Gun­del­fin­ger Bür­ger­meis­ter­wahl mit grö­ße­rer Reso­nanz, die Weih­nachts­fei­er in der Wei­ne­rei Feser sowie der pro­mi­nent besetz­te Neu­jahrs­emp­fang im Janu­ar mit dem Besuch der Bun­des­vor­sit­zen­den Simo­ne Peter und der anschlie­ßen­den Geburts­tags­fei­er »30 Jah­re Grü­ne in Gun­del­fin­gen und Wild­tal«. Gut besucht war eine Ver­an­stal­tung mit Minis­ter Alex Bonde und eine Mahn­wa­che zum Jah­res­tag der Reak­tor­ka­ta­stro­phe von Tscher­no­byl wur­de zusam­men mit dem BUND organisiert.
Bei der Neu­wahl des Vor­stan­des wur­den Mat­thi­as Schmidt-Eule, Wer­ner Plat­zer, Anto­nel­la Serio und Anselm Hirt sowie Gud­run Wöb­be­king (Kas­se) bestä­tigt. Sie wer­den dem Orts­ver­band, der wei­ter­hin wächst, auch in den nächs­ten zwei Jah­ren gleich­be­rech­tigt vor­ste­hen. Zur­zeit sind 32 Mit­glie­der, mit Glot­ter­tal sogar 36 registriert.

 

Vorstand mit MdL Reinhold Pix
Vor­stand mit MdL Rein­hold Pix

Gemein­de­rat Peter Schöll­horn sprach für die Frak­ti­on über Erfah­run­gen seit dem Erstar­ken der Grü­nen im Rat. Durch die vier gleich star­ken Frak­tio­nen in der Rats­run­de erge­be sich mehr denn je die Not­wen­dig­keit, Mehr­hei­ten nach Sach­fra­gen zu suchen. Weil eine gro­ße Koali­ti­on zwi­schen zwei Par­tei­en nun nicht mehr mög­lich sei, sind Stim­men aus min­des­tens drei Frak­tio­nen not­wen­dig für sta­bi­le Mehr­hei­ten. Ein Bei­spiel sei der inter­frak­tio­nel­le Antrag einen Sozi­al­ar­bei­ter für Flücht­lin­ge und Obdach­lo­se ein­zu­stel­len. Schöll­horn wür­dig­te das viel­fäl­ti­ge Enga­ge­ment des Flücht­lings­hel­fer­krei­ses und sprach sich für die Stra­ßen­bahn-Wen­de­schlei­fe aus als eine von min­des­tens zwei Stand­or­ten für Flücht­lings­un­ter­künf­te aus, so wie es das Land­rats­amt jetzt wohl auch vorschlägt.

Die Grü­nen im Rat stan­den auch dahin­ter, die Grund­schu­le als Ganz­ta­ges­schu­le aus­zu­bau­en. In Sachen Orts­ent­wick­lung set­ze man auf spar­sa­me Nut­zung frei­er Flä­chen für die För­de­rung alter­na­ti­ver Wohn­for­men wie genera­ti­ons­über­grei­fen­des Woh­nen und eine Nach­ver­dich­tung »mit Augenmaß«.

Gemein­de- und Kreis­rä­tin Sil­ke Eis­feld berich­te­te aus der von neun auf zwölf Man­da­te erstark­ten Kreis­tags­frak­ti­on. Sie bedau­er­te, dass die Kreis­um­la­ge nicht erhöht wur­de, obwohl die finan­zi­el­len Anfor­de­run­gen im Sozia­len, dem öffent­li­chen Nah­ver­kehr und der Bil­dung stän­dig stie­gen. Die Auf­ar­bei­tung im »Fall Ales­sio« durch exter­ne Gut­ach­ter sei nun end­lich in Gang gekom­men; der Kreis­tag hat einen Begleit­aus­schuss ein­ge­setzt, dem Sil­ke Eis­feld selbst ange­hört. Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Rein­hold Pix berich­te­te aus Stutt­gart und beson­ders von sei­nem Arbeits­ge­biet »Länd­li­cher Raum und Natur­schutz«. Der Koali­ti­ons­ver­trag sei über­wie­gend erfüllt, bedau­er­lich sei aber, dass durch die Blo­cka­de der SPD eine Direkt­wahl der Land­rä­te nicht auf den Weg gebracht wur­de . Auch mit der schlep­pen­den Umset­zung der Ener­gie­wen­de gera­de durch die Wind­kraft zeig­te er sich in sei­nem »wind­höf­fi­gen Wahl­kreis« unzu­frie­den und fol­ger­te, dass Grün-Rot noch eine Legis­la­tur bräuch­te, um alle Vor­ga­ben des Koali­ti­ons­ver­trags abzu­ar­bei­ten. Ein Wei­ter­füh­ren der Reform-Koali­ti­on aus Grü­nen und SPD sah er opti­mis­tisch: »Es ist zu schaf­fen, an der Regie­rung zu blei­ben, wenn die bis­he­ri­gen Erfol­ge der grün-roten Koali­ti­on im Wahl­kampf deut­lich gemacht werden« .