Sommeraktion: Was bewegt Gundelfingen?

Bei 37 ° – wohl einem der hei­ßes­ten Tage die­ses Jah­res – haben wir auf dem Son­ne­platz und dem Rat­haus­markt gefragt, was die Men­schen in Gun­del­fin­gen bewegt. Was läuft gut, was könn­te bes­ser lau­fen? An die­sem Hit­ze­tag dräng­te sich die kli­ma­freund­li­che Umge­stal­tung des Son­ne­plat­zes gera­de­zu auf: Schat­ten und Ver­duns­tung drin­gend gesucht. 

Was bewegt die (weni­gen) Gun­del­fin­ge­rin­nen und Gun­del­fin­ger, die den­noch Son­ne­platz und Markt besuchten?

  • Gelobt wur­den im Gespräch mit Bür­ge­rin­nen und Bür­gern das Jugend­zen­trum und die gut orga­ni­sier­te Jugend­be­tei­li­gung. Mehr­fach posi­tiv her­vor­ge­ho­ben wur­de das Ober­mat­ten­bad – aller­dings wur­de hier auch die Fra­ge, ob wei­ter­hin mit Bar­geld gezahlt wer­den kann, gestellt.
  • Ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment wie bei­spiels­wei­se die Klei­der­kam­mer, das Repair­ca­fe, der Bür­ger­treff und der Bür­ger­bus wur­den als posi­ti­ve Merk­ma­le von Gun­del­fin­gen genannt. Eben­so wur­de die Bür­ger­be­tei­li­gung unter­stri­chen – aller­dings mit dem Wunsch ver­bun­den, dass die­se tat­säch­lich ernst genom­men wird.
  • Viel­fach ange­spro­chen wur­de die Ver­kehrs­si­tua­ti­on: von Dau­er­par­kern in der Wald­stra­ße und der unüber­sicht­li­chen Park­si­tua­ti­on in der Orts­mit­te (samt plötz­lich vom Rat­haus­platz abbie­gen­den Autos) über die oft leer ste­hen­den Tief­ga­ra­gen­plät­ze, die bau­lich brei­ter und bes­ser zugäng­lich gemacht wer­den könn­ten bis hin zur Bit­te, den Rad­schnell­weg RS6 zügig und wie geplant zu bau­en. Ange­regt wur­de, die Orts­mit­te zu einer Fuß­gän­ger­zo­ne weiterzuentwickeln.
  • Ein­ge­for­dert wur­de zudem eine Ori­en­tie­rung am Schwamm­stadt­prin­zip: Was­ser­ver­si­cke­rung ermög­li­chen, Stra­ßen­bäu­me und Grün pflan­zen, wo immer das geht, eine wei­te­re Nach­ver­dich­tung ver­hin­dern. Was­ser­fon­tä­nen, klei­ne Brun­nen oder Trink­was­ser­spen­der feh­len auf dem Son­ne­platz. Eben­so wur­den mehr Gas­tro­no­mie­an­ge­bo­te – viel­leicht auch ein Bier­gar­ten – gewünscht. Und ganz kon­kret: der Boc­cia-Platz könn­te sau­be­rer sein, die Spiel­plät­ze auf­ge­frischt werden.

Die­se Impres­sio­nen aus den Gesprä­chen mit Bür­ge­rin­nen und Bür­gern erhe­ben nicht den Anspruch, reprä­sen­ta­tiv zu sein. Was sie aber zei­gen: auch wenn in Gun­del­fin­gen schon eini­ges geht, ins­be­son­de­re durch bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment, gibt es auch eini­ge Bau­stel­len, um unse­re Gemein­de noch attrak­ti­ver und zukunfts­fä­hi­ger zu machen. In die­sem Sin­ne, als Anre­gung an Ver­wal­tung und Gemein­de­rat, doku­men­tie­ren wir die Ergeb­nis­se unse­res Info­stan­des hier­mit öffentlich.