Anfang Juni fanden bundesweit Hitzeaktionstage statt. Deutschland sei auf Extremhitze nicht vorbereitet, hieß es da. Wetterlagen, bei denen über Tage und Wochen hohe Temperaturen ohne nächtliche Abkühlung herrschen, sogenannte Hitzewellen, werden in Zukunft häufiger. Und das hat auch Folgen für die Gesundheit.
Was hat das mit Gundelfingen zu tun? Der Sonneplatz in der Ortsmitte stellt wortwörtlich einen Hotspot dar. Deswegen setzen wir uns seit Jahren für eine klimaangepasste Umgestaltung ein. Damit sind wir nicht alleine. Der Gundelfinger Gemeinderat hat 2021 einstimmig das Klimaschutzkonzept beschlossen. In der Folge hat der Gemeinderat im Oktober 2022 einen Förderantrag zur Umgestaltung des Sonneplatzes beschlossen, der 2023 beim Bund eingereicht und 2024 bewilligt wurde. Parallel dazu wurde im April 2024 – zurückgehend auf einen Antrag der CDU – ein Hitzeaktionsplan für Gundelfingen in Kraft gesetzt. Entsprechend finden sich nicht nur im grünen Wahlprogramm 2024, sondern auch bei Freien Wählern und CDU Hinweise auf die Verbesserung des innerörtlichen Klimas durch die Umgestaltung des Sonneplatzes. Auch nach der Kommunalwahl hat sich der Gemeinderat zweimal mehrheitlich für eine Fortsetzung der Planungen ausgesprochen.
Und heute? Die Pläne für die Umgestaltung liegen vor, die Fördergelder sind bewilligt und es wurde Geld in Planung und Bürgerbeteiligung investiert. Aufgrund von Vorbehalten wurde mehrfach umgeplant, so dass nun in einem Kompromiss noch Begrünung (dadurch fallen nun nur noch fünf der oberirdischen Parkplätze weg), Regenwasserspeicher und Vernebler vorgesehen sind. Das wären wichtige Schritte, um den Sonneplatz an Hitzewellen anzupassen und die Aufenthaltsqualität des Platzes auch im Sommer zu erhalten. Damit die Fördergelder nicht verfallen, müsste mit der Umgestaltung in diesem Jahr begonnen werden. Dafür bräuchte es im Juli ein positives Votum des Gemeinderats.
Wir stehen dafür, dass das Klimaschutzkonzept und der Hitzeaktionsplan keine Papiertiger bleiben. Mit diesen Beschlüssen hat der Gemeinderat den Bürgerinnen und Bürgern Zusagen gemacht. Jetzt ist es an den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten aller Fraktionen, darüber zu entscheiden, ob diese Zusage Realität wird.