Nominierungsversammlung hat Wahllisten gewählt

Am Montagabend wurde es „grün“ im KuV: Bündnis 90/Die Grünen trafen sich, um die Kandidatinnen und Kandidaten für Kreistagsliste und Gemeinderatsliste zu wählen. Viele Vorgespräche wurden geführt, so
Anselm Hirt vom Vorstand des Ortsvereins Gundelfingen, um bewährte Kräfte und Newcomer auf einer paritätisch austarierten Liste präsentieren zu können. Ungerade Listenplätze sind bei den Grünen traditionell Frauen vorbehalten.

Dr. Werner Platzer als Wahlleiter startete zügig die erste Wahl zum Spitzenplatz für den Kreistag mit Silke Eisfeld, die sich zum Zeitpunkt der Nominierung zu einem Tierprojekt in Afrika aufhielt und ihre Wahl nicht live miterleben konnte. Umwelt, Naturschutz, Energiewende und Sozialförderung stünden bei ihr im Vordergrund, ließ sie per Mail verlauten. Sie setze sich vehement für Verbote von Glyphosat und für Fördermittel für den Biosphärenverband Schwarzwald im Kreistag ein. Anselm Hirt, ein „Urgestein“ der Grünen, kandidiert auf Platz zwei für den Kreistag. Der 63-jährige Lehrer, möchte sich den Themen Schule und Kinder und grenzüberschreitende Zusammenarbeit widmen. Der 3-fache Vater ist Mitglied bei Greenpeace, dem BUND und engagiert sich beim Bürgertreff in Gundelfingen in der Gruppe Lesart. Auf den dritten Platz der Kreistagsliste wurde die Heuweilerin Sonja Weiss gewählt. Ohne Mitglied bei den Grünen zu sein, stehe sie dennoch für Nachhaltigkeit und Natur. Durch ihre Aktivitäten bei der DJK Heuweiler trägt sie über den Sport zu einer lebendigen Gemeinde bei. Der ehemalige Vorstand des Ortsvereins der Bündnis 90/Die Grünen, Gerhard Sommer, wurde auf Platz 4 der Kreistagsliste gewählt. Bildungsfragen und das Sozialticket sind dem Diplom-Psychologen ebenso wichtig wie eine aktive Flüchtlingspolitik. Für den Flüchtlingshelferkreis engagiert er sich als Tandempartner.
Als Rentnerin möchte sie Politik für Ältere machen, so die auf Platz 5 gewählte Gerlinde Westermayer. Seit Gründung der Grünen ist sie Mitglied, 12 Jahre lang war sie bereits im Kreistag tätig. Den letzten Listenplatz hat Bernd Kristinus inne. Ende der 70-er Jahre habe er schon gegen Fessenheim demonstriert, heute setzt sich der Diplom-Ingenieur für Medizintechnik mit den Themen Gesundheitspolitik, Verkehr und Energie auseinander.

Auch die Wahlen für die Gemeinderatsliste gingen informativ und demokratisch vonstatten. Die Stimmung war – beflügelt vom nationalen Aufschwung der Partei – locker und positiv. Die jeweiligen Kandidatinnen hattten einige Minuten für eine Vorstellung ihrer Person und ihrer politischen Ziele. Für Dr. Beate Fischer-Wackes, bereits seit 10 Jahren im Gemeinderat und vor 5 Jahren grüne Stimmenkönigin, stehen die Themen Umwelt- und Tierschutz, Senioren, Schulen, Soziales und die Baukultur in Gundelfingen ganz oben auf der Agenda. Alternative Wohnformen wie das Mehrgenerationen-Wohnen beschäftigen sie in besonderem Maße. Die Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger möchte Dr. Gordon Wolnik, Listenplatz 2 der Grünen für den Gemeinderat, verbessern. Der 49-jährige Bauingenieur arbeitet beim Regierungspräsidium Freiburg an der Straßenplanung für die Landkreise Emmendingen und die Ortenau. Evi Tondré, seit 15 Jahren im Gemeinderat, möchte diesen auch weiterhin unterstützen und kandidiert auf Platz 3 der Liste. Gesellschaftliche Themen, Umwelt und Konsumverhalten interessieren sie ebenso wie das Bildungswesen und die Ortsentwicklung. Sie engagiert sich in der Flüchtlingsarbeit, beim Bürgertreff, beim Möbellager und leitet die Kleiderkammer. Auf Platz 4 kandidiert Dr. Matthias Schmidt-Eule, 50-jähriger Familienvater. Der studierte Politikwissenschaftler nimmt sich der Themen Bildung und Vereinbarkeit von Beruf und Familie an. Gudrun Wöbbeking, die bereits vor 15 Jahren als Grünenpolitikerin im Gemeinderat aktiv war, hat nun wieder mehr Zeit fürs politische Engagement. Die Rentnerin möchte daher erneut kandidieren und sich der Themen Jugend und Kinderbetreuung ebenso annehmen wie dem Schaffen von bezahlbarem Wohnraum unter ökologischen Gesichtspunkten. Sie setzt sich für die Straßenbahnverlängerung ein und möchte die erneuerbaren Energien ausbauen. Sie unterstützt Artenschutz und eine Vernetzung der Biotope. Seit dem Leitbildprozess ist er in Gundelfingen politisch engagiert: Jörg Richert, 57-jähriger Unternehmer aus Wildtal, steht für nachhaltiges ökologisches Wirtschaften. Er bezeichnete sich als überzeugten, offenen Europäer, und begeisterte mit seiner hochmotivierten Präsentation die Anwesenden. Er kandidiert auf Platz 6 vor Antonella Serio. Die Italienerin, die sich als Europäerin sieht, ist seit fast 20 Jahren Mitglied bei den Grünen. Ihren Wunsch, auch in 50 Jahren noch gut in Gundelfingen leben können, möchte sie durch ökologisches Handeln wahr werden lassen. Dr. Daniel Stefan Mader wechselte 2014 aus Überzeugung zu den Grünen. Der 40-jährige zweifache Vater ist Mikrosystemtechniker und widmet sich besonders den Themen Verkehr, Ökologie und Energie. Auf Listenplatz 9 kandidiert Christiane von Zahn, die seit 1990 Mitglied bei den Grünen ist. Die Regierungsschulrätin ist Befürworterin von Windkraft und der Straßenbahnverlängerung. Ihre politischen Schwerpunkte sieht sie im Klimaschutz, dem Tierschutz und der Umsetzung eines Mobilitätskonzepts. Mit Thomas Klumpp steht ein Neu-Gundelfinger und politischer Newcomer auf dem Listenplatz 10. Der Diplom-Ingenieur lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern seit einem Jahr in der Ortsmitte, deren weitere Entwicklung er gerne mitgestalten möchte. Natur und Nachhaltigkeit seien ihm ebenso wichtig wie die Themen Verkehr und Bildung.

Die weiteren Listenplätze für den Gemeinderat: 11. Holger Beha, 12. Monika Schwörer-Sommer, 13. Werner Kallen, 14. Christine Beuchert, 15. Johannes Bräuer, 16. Ingrid Kristinus, 17. Thomas Zimmermann, 18. Dr. Inken Gabriel, 19. Dr. Michael Bach, 20. Annette Wilkes, 21. Herbert Krickl.

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